| | | | | vom 21.09.2005Globale Allianz bei Hybrid-Antriebsentwicklung |  Die BMW Group, DaimlerChrysler AG und General Motors Corporation sind heute im Rahmen eines "Memorandum of Understanding" eine Allianz gleichberechtigter Partner mit dem Ziel einer gemeinsamen Hybridantriebsentwicklung eingegangen. Die drei globalen Automobilhersteller kooperieren, um konsequent ihr Know-how zu bündeln effizient und schnell die Entwicklung der Hybridantriebe der Zukunft voranzutreiben.
| | | Entwicklungsziel: "Two-Mode"-Hybridantriebssystem | Mit dem "Two-Mode"-Hybridantriebssystems soll eine
Verbrauchsreduzierung erreicht werden ohne Kompromisse bei den
Fahreigenschaften eingehen zu müssen. Während die Basis des
"Two-Mode"-Hybridantriebes identisch ist, werden die drei Unternehmen
das Hybridantriebssystem individuell den jeweiligen markenspezifischen
Anforderungen anpassen.
"Mit der Beteiligung der BMW Group in der Kooperation gewinnen wir
einen weiteren kompetenten Partner für die Entwicklung weltweit
führender Hybridsysteme", sagt Tom Stephens, Group Vice President bei
GM Powertrain. "Mit dieser Kooperation bereiten wir den Weg für eine
umfassende Zusammenarbeit der Automobilhersteller. Außerdem ist die
Hybrid-Allianz auch auf Zusammenarbeit mit weiteren Partnern
ausgerichtet."
"Die Bündelung des Entwicklungs-Know-hows aller drei
Automobilhersteller - BMW Group, DaimlerChrysler und General Motors -
schafft für alle Unternehmen die Vorraussetzung, um zum Nutzen unserer
Kunden überzeugende Fahrzeuge mit attraktiven Leistungsmerkmalen,
Komfort und Umweltverträglichkeit auf den Markt zu bringen", betont Dr.
Thomas Weber, Vorstand der DaimlerChrysler AG verantwortlich für
Forschung und Technologie sowie Entwicklung der Mercedes Car Group.
"Eine gemeinsame Plattform an Hybridantriebstechnologien ermöglicht die
schnelle Umsetzung der besten Technologien auf dem Markt, sie nutzt und
stärkt damit die Innovationskraft aller beteiligten Unternehmen.
Gleichzeitig wird auf Basis dieser Technologien später in der
fahrzeugspezifischen Auslegung der eigenständige Charakter der
verschiedenen Marken gewahrt", so Prof. Burkhard Göschel, Vorstand für
Entwicklung und Einkauf der BMW AG.
| Gemeinsames Entwicklungszentrum | In einem gemeinsamen "GM, DaimlerChrysler and BMW Hybrid Development
Center" mit Sitz in Troy, Michigan, werden das modulare Gesamtsystem
sowie die einzelnen Komponenten entwickelt: Elektromotoren,
Leistungselektronik, Verkabelung, Sicherheitssysteme, Energiemanagement
sowie die Steuerung des Gesamtsystems. Vor Ort werden auch die
Systemintegration und das Projektmanagement angesiedelt sein.
Von zentraler Bedeutung für einen optimalen Entwicklungsprozess ist die
Konzentration auf eine modulare Systemarchitektur, die an die
verschiedenen Fahrzeugkonzepte und Marken anpassbar ist. Durch die
konsequente Nutzung gemeinsamer Komponenten, Produktionsanlagen und
Lieferanten ermöglicht die Allianz signifikante Skaleneffekte mit
entsprechenden Kostenvorteilen. Dies führt nicht zuletzt zu einer
optimalen Kosten-Nutzen-Relation für die Kunden.
| Die "Two-Mode"-Hybridtechnologie verbessert Leistungsmerkmale, sowie
Kraftstoffverbrauch und die Reichweite eines herkömmlichen
Hybridfahrzeuges. Im Stadtverkehr und Stop- and Go- Betrieb kann das
Fahrzeug entweder nur mit den zwei Elektromotoren, nur mit dem
Verbrennungsmotor oder mit beiden Antrieben gleichzeitig bewegt werden.
Dabei kommt das Kraftstoff-Einsparpotential des Hybriden voll zur
Geltung.
Bei höheren Geschwindigkeiten, etwa bei Landstraßen- und
Autobahnfahrten, schaltet der "Two-Mode"-Antrieb" in einen zweiten
Fahrmodus. Das "Two-Mode"-Konzept bringt auch bei höheren konstanten
Geschwindigkeiten deutliche Vorteile. Beim Überholvorgang, bei starken
Steigungen oder im Anhängerbetrieb steht die volle Leistung des
Hybridantriebs zur Verfügung, so dass auch in diesem zweiten Fahrmodus
Kraftstoffverbrauch und Leistungsmerkmale verbessert werden.
GM und DaimlerChrysler haben schon am 22. August 2005 verbindliche
Vereinbarungen abgeschlossen. Die BMW Group hat heute ein "Memorandum
of Understanding" unterzeichnet und somit die Absicht erklärt, gegen
Ende des Jahres ein verbindliches Abkommen mit GM und DaimlerChrysler
zu schließen.
Ein Fototermin mit Dr. Helmut Panke, Vorstandsvorsitzender der BMW AG,
Dr. Dieter Zetsche, Chef der Mercedes Car Group und G. Richard Wagoner,
Jr., CEO der General Motors Corporation ist für Montag, 12. September,
17 Uhr MEZ am Mercedes-Benz Stand auf der IAA geplant.
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